Ausstellung im Künstlerhaus zum Adler und im alten Pfarrhaus, Diepoldshofen


09.September bis 05. November 2017

HÜBEN UND DRÜBEN DER ILLER

Von Oberschwaben übers Allgäu nach Bayerisch-Schwaben

 Bilder, Aquarelle und Zeichnungen

 Jan Walter Junghanss, Harry Meyer, Dorothea Schrade, Magdalena Willems-Pisarek

 

Eröffnung:  Samstag, 09. September 2017, 15:00 Uhr

 

Der Oberschwäbische Himmel – er ist uns vertraut aus jeder Kirche, aus jedem Kirchlein. Dorothea Schrade hat ihn jetzt für sich entdeckt und in den Mittelpunkt ihrer neuen Aquarellserie gestellt, wobei sie malend Oberschwabens heiligen Berg, den Bussen, umkreist. Von da geht sie weiter zu den sanften Samthügeln des Westallgäus. Dahin, wo, wie man sagt, die Kühe schöner werden als die Mädchen. Wie bei einem malerischen Staffellauf wird der Stab dann weitergereicht an Magdalena Willems-Pisarek, der Lichtmalerin des Ostallgäus, bei der die Gebirgslandschaft beginnt, die Berge sich nah und kantig zeigen, der Schnee lange in den Spalten und Klüften liegen bleibt.  Feste Konturen und klare Kontraste zeichnen ihre Malerei aus. Der Blick geht weit, wenn er nicht in ein Waldstück eintaucht oder irgendwo hängen bleibt, an einer Kuh, an Schafen oder ganz nahe zum Boden geht, um einem kleinen Blütenteppich die Ehre zu geben. 

Schliesslich nehmen wir die Fähre oder eine Brücke über die Iller und kommen nach Bayerisch-Schwaben. Hier erwarten uns zwei Maler, Harry Meyer und Jan Walter Junghanss. Kaum kann man sich einen grösseren Unterschied im Malstil denken. Gewaltige Farbmassen türmen sich auf den Leinwänden von Harry Meyer. Das Auge braucht Zeit und Abstand um das Dargestellte wahrnehmen zu können, so kühn sind die Landschaften aus Farbmaterie geformt und ständig wechselt der Ausdruck, der Eindruck, in Folge der Brechung des Lichtes. Wild und gross und einfach wird hier gedacht. Ganz anders die Malerei von J W Junghanss. Auf kleinem Format zaubert er meist leise melancholische Stimmungen. Detailverliebt arbeitet er minutiös an den ländlichen Motiven, die er in seiner Umgebung entdeckt. Häuser, Gartenzäune, Arbeitsgerät, Traktoren. Er sucht die Dinge, die in Schönheit altern durften, ob aus Einsicht oder Mangel – das sei dahingestellt, aber das Auge freut sich an der Abwesenheit von scharfen Putzkanten, seelenlosen Fenstern und Baumarkt-Gärten. 

Was alle vier Künstler in ihrer Malerei verbindet ist die sichtbar gewordene Liebe zu dem Land, auf dem sie leben, auf das Geburt oder Schicksal sie gestellt haben.

Freuen Sie sich auf die Ausstellung! Dorothea Schrade

Im alten Pfarrhaus sehen Sie Arbeiten von Jan Walter Junghanss und Dorothea Schrade.

Im Künstlerhaus zum Adler werden Arbeiten von Magdalena Willems-Pisarek und Harry Meyer gezeigt.

Abb.: Jan Walter Junghanss


Öffnungszeiten:

Samstag und Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung

Anfahrt

Künstlerhaus zum Adler

In der Vorstadt 18

direkt an der B465 

88299 Leutkirch/Diepoldshofen


Öffnungszeiten:

Samstag und Sonntag 14.00 bis 17.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung